PEGIDA in Kiel

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PEGIDA LÄUFT NICHT BEI DIR

Montag | 30.3.2015 | 18 Uhr | Kiel – City
 
Nachdem es lange so schien, als habe die beeindruckende Warnung der 11.000 Kieler_innen, die am 30.1.2015 profilaktisch gegen die rassistische “PEGIDA”-Bewegung auf der Straße waren, ihre Wirkung nicht verfehlt, ließ diese sich inmitten des Niedergangs ihres bundesweiten Vorbilds nun doch noch zu der Dummheit hinreißen, einen Aufmarsch in Kiel anzumelden. Jetzt heißt es, die Theorie in die Praxis zu transformieren und am kommenden Montag dafür zu sorgen, dass die RassistInnen sich wünschten, niemals auch nur mit dem Gedanken gespielt zu haben, in Kiel öffentlich ihre menschenverachtende Hetze verbreiten zu können.
Wir rufen alle Antifaschist_innen dazu auf, den “PEGIDA”-Aufmarsch gemeinsam und entschlossen zu verhindern.
NO PASARAN!
 
Achtet auf aktuelle Ankündigungen!

Internationale Wochen gegen Rassismus

rt_logo_quadrat_JPGWir weisen hiermit auf die Veranstaltungen der Bürgerstiftung Ratzeburg, dem Runden Tisch “Willkommenskultur in Ratzeburg”, des Ratzeburger Bündnis, dem Filmclub Burgtheater Ratzeburg e.V. sowie der Stadt Ratzeburg bezüglich der Internationalen Wochen gegen Rassismus hin. Es wird fünf Veranstaltungen geben, deren Besuch sich lohnen könnte. Zum Aufktakt am Montag, den 16. März, wird ein Blick auf das deutsche Asylrecht geworfen. Am nächsten Tag erzählen Flüchtlinge über ihre Beweggründe und den Neustart in Deutschland. Am 18. März stellen sich Initiativen zur Willkommenskultur vor. Am Montag den 23. März zeigt der Filmclub den Film “Wir sind jung, wir sind stark” im Burgtheater Ratzeburg. Die Veranstaltungsreihe endet mit einem Vortrag zur Situation in Syrien und dem Irak am 27. März. Nähere Informationen zu den Veranstaltungen findet ihr auf Herzogtum-Direkt.de.

Anklageerhebung im Fall Escheburg

Im Falle des Brandanschlages auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Escheburg wurde nun Anklage durch die Staatsanwaltschaft Lübeck erhoben. Dass dies bereits nur knapp einen Monat nach der Tat geschieht, liegt am abgelegten Geständnis des Täters sowie an den weiteren schwerwiegenden Beweisen gegen ihn. Wann der Prozess beginnt, ist noch unklar. Wir halten euch auf dem Laufenden – vor allem auch zu geplanten Aktionen in der Prozessbegleitung.

Zweimal News

Zweimal News:

Zum einen sind wir jetzt auch auf Twitter, ihr findet unser Profil hier.

Zum anderen haben wir es endlich geschafft, euch unser Archiv zugänglich zu machen. Die Homepage, welche wir von 2011 bis 2014 betreuten sowie das Archiv ab 2007, findet ihr hier.

Beiträge des Freien Sender Kombinats Hamburg zu Escheburg

In der letzen Woche war der Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Escheburg auch Thema bei verschiedenen Sendungen im Freien Sender Kombinat Hamburg.

Auch ein Vertreter unserer Gruppe führte ein Interview mit dem FSK. Das Interview könnt ihr hier nachhören: http://www.freie-radios.net/69020

In der gleichen Sendung wurde vorher ein Interview mit einem Vertreter von Fluchtpunkt Bergedorf geführt, welches ihr hier hören könnt: http://www.freie-radios.net/69021

Auch in der nachfolgenden Sendung wurde über das Thema gesprochen: http://www.freie-radios.net/69022

Escheburg – Kein ruhiges Hinterland für Rassist_innen!

Escheburg – Kein ruhiges Hinterland für Rassist_innen!Unter dem Motto „Rassismus tötet – Dem rassistischen Mob entgegentreten“ fanden sich heute anlässlich des Brandanschlages auf eine Asylunterkunft am Montagmittag, den 09.02.2015 knapp 150 solidarische und antifaschistische Menschen zu einer Kundgebung in Escheburg ein.
Bereits vor Beginn der Kundgebung versuchten weitaus über 150 zu diesem Anlass eingesetzte Bullen durch mehrere repressive Maßnahmen gezielt einzelnen Gruppen die Anreise nach Escheburg zu erschweren. Mit fadenscheinigen Beweggründen wurden einzelne Menschen gezielt durchsucht und dabei völlig willkürlich mehrere Platzverweise ausgestellt. Bereits zu Beginn der Kundgebung versuchte der diensthabende Einsatzleiter Holger Meinke, von der Polizeidirektion Ratzeburg, den angemeldeten Kundgebungsort zu verbieten, sowie das Verteilen von Flugblättern und somit auch den Kontakt zu Anwohner_innen des anliegenden Neubaugebietes zu unterbinden.

Weiterlesen auf linksunten.indymedia.org

Kundgebung in Escheburg

Rassismus tötet – Dem rassistischen Mob entgegentreten!

Anlässlich des Brandanschlages gegen eine 134670Flüchtlingsunterkunft in Escheburg rufen wir alle solidarischen und antifaschistischen Menschen auf, an der Kundgebung am kommenden Samstag den 14.02.2015 in Escheburg auf dem Sportplatz am Soll um 14 Uhr teilzunehmen.

Solange Menschen rassistische Hetze betreiben, Wohnhäuser angreifen und anzünden, werden wir dagegen kämpfen, die Betroffenen unterstützen und den Täter_innen zeigen, was wir von ihnen halten. Solange Menschen weiter stumpf rassistische Klischees bedienen, sich an der Hetze beteiligen und sich im Stillen über die Angriffe freuen, werden wir da sein und dagegen vorgehen und dem rassistischen deutschen Mob keine Gelegenheit geben, sich zu formieren.

Samstag, 14.02.2015 | 14 Uhr | Kundgebung | Escheburg auf dem Sportplatz am Soll

Rassismus tötet!

Brandanschlag in Escheburg – Statement & Pressespiegel

Am Montagnachmittag, den 07. Februar 2015, verübten Unbekannte einen Brandanschlag auf eine Unterkunft für Geflüchtete in Escheburg 6919304925.thumbnail(Kreis Herzogtum Lauenburg). Das Gebäude war zur Tatzeit unbewohnt, erst am nächsten Tag sollten sechs Geflüchtete aus dem Irak dort einziehen. Die Feuerwehr verhinderte, dass sich der Brand weiter ausbreiten konnte, es entstand trotzdem ein hoher Sachschaden, die Doppelhaushälfte ist zur Zeit unbewohnbar. Die sechs Geflüchteten werden bis zur Renovierung in der Gemeinschaftsunterkunft in Gudow untergebracht. So schrecklich diese Tat ist und so groß die Bestürzung darüber in Politik, Medien und Öffentlichkeit ausfällt, kommt sie für uns nicht aus heiterem Himmel. Seit Jahren treiben Neonazis im Kreis Herzogtum Lauenburg ihr Unwesen. In den Neunziger Jahren kam es fast wöchentlich zu Ausschreitungen, Übergriffen und Brandstiftungen im Kreis durch rechte Jugendliche, Neonazi-Kader und Stammtischdeutsche. Der Rassismus des deutschen Mobs im Herzogtum fand seinen traurigen Höhepunkt in der Nacht auf den 23.11.1992. Damals steckten Neonazis aus rassistischen Tatmotiven in Mölln zwei Häuser in Brand, drei Menschen türkischer Herkunft starben, weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Auch wenn es in den Folgejahren etwas ruhiger wurde, ganz verschwanden die extrem Rechten nie aus dem Stadtbild. Einige Jahre später formierten sich etwa Neonazis zur „Nationalen Offensive“. Diese „Nationalen Sozialisten“, wie sie sich selbst nannten, gründeten eine rechte Wohngemeinschaft in Ratzeburg, welche als Anlaufpunkt diente. In einer Kampagne wurde sogar der Marktplatz als „national befreite Zone“ deklariert. Im gesamten Kreis kam es erneut zu Übergriffen auf Migrant_innen, linke Jugendliche und engagierte Politiker_innen und Bürger_innen. Seit dem Aufkeimen der „Pegida“-Bewegung und dem zum Teil erfolgreichen Auftreten der Partei „AfD“ ist Hetze gegen Asylsuchende, Migrant_innen und linke Menschen anscheinend wieder en vogue. In den Leserbriefen der lokalen Medien wird fleißig Unmut abgelassen über „Wirtschaftsflüchtlinge“, „linke Schmarotzer“ und andere „Gutmenschen“. Es entsteht ein Klima, das einst Rostock-Lichtenhagen ermöglichte, von daher war es anscheinend nur eine Frage der Zeit, bis die deutsche, rassistische Kontinuität erneut in Brandanschlägen und rassistischen Angriffen gegen Flüchtlingsunterkünfte, wie in Grabau und nun in Escheburg, offen zu Tage tritt. Natürlich entsteht parallel in vielen Orten eine Willkommenskultur, Menschen gehen für die Rechte von Flüchtlingen auf die Straße und es findet ein Umdenken in der Unterbringung von Geflüchteten statt, trotzdem scheint dies in der öffentlichen Wahrnehmung ein kleiner Teil zu sein. Solange Menschen rassistische Hetze betreiben, Wohnhäuser angreifen und anzünden, werden wir dagegen kämpfen, die Betroffenen unterstützen und den Täter_innen zeigen, was wir von ihnen halten. Solange Anwohner_innen weiter stumpf rassistische Klischees bedienen, sich an der Hetze beteiligen und sich im Stillen über die Angriffe freuen, werden wir da sein und dagegen vorgehen und dem rassistischen Mob keine Gelegenheit geben, sich zu formieren.

Pressespiegel:

[RZ] Brandanschlag auf eine Asylunterkunft
linksunten.indymedia.org
Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag
1, 2
Lübecker Nachrichten
1, 2, 3, 4
Hamburger Abendblatt
1

»Refugees Welcome – Solidarität auf die Straße tragen«

In zahlRefugees-Welcome-Flyerreichen deutschen Städten gibt es seit Wochen erschreckende Aufmärsche mit klarem rassistischem und anti-islamischem Hintergrund, die sich gegen Geflüchtete und MigrantInnen richten.

Aber damit nicht genug: Es gab im Jahr 2014 über 28 Brandanschläge und viele Sachbeschädigungen gegen Asylunterkünfte, über 34 dokumentierte tätliche Übergriffe oder Körperverletzungen gegen Geflüchtete und 235 Demonstrationen gegen die Unterbringung Asylsuchender. Ungezählt sind die nicht angezeigten Übergriffe und verbalen Attacken, denen Geflüchtete und MigrantInnen im Alltag vielfach ausgesetzt sind.
Wir erinnern an den rassistisch motivierten Brandanschlag am 18.01.1996 auf die Flüchtlingsunterkunft in der Lübecker Hafenstraße mit 10 Todesopfern.

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