Antifa Herzogtum Lauenburg [AHL]

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Linksrock 2012

Für linke und antifaschistische Perspektiven im Kreis Herzogtum Lauenburg!

Zum mittlerweile vierten Mal seid ihr alle ganz herzlich zu „Linksrock fürn Euro“ eingeladen. Es wird einen ganzen Nachmittag und Abend lang geniale Bands und Acts geben. Leckeres veganes Essen und eine Vielzahl von Getränken warten nur darauf, gespeist und vertrunken zu werden.

Hinter all dem steckt allerdings noch ein bisschen mehr. Unser Bandabend ist ein politisches Konzert, das sich insbesondere gegen extrem rechte Strukturen richtet. Solche finden sich eben auch im Kreis Herzogtum Lauenburg – fest verankert, gewalttätig und seit Jahren aktiv. Der breiten Öffentlichkeit wurde die bloße Existenz solcher Strukturen erst bei zwei Gelegenheiten richtig bewusst: Im Juni 2011 hielten NPD und Naso-LB auf dem Büchener Bürgerplatz eine rassistische Kundgebung ab. Und im Januar 2012 wurden in ganz Ratzeburg antisemitische Parolen sowie Morddrohungen gegen AntifaschistInnen und Personen des öffentlichen Lebens gesprüht.

So schlimm beides auch ist, viel schlimmer ist, dass eine Auseinandersetzung mit den Entstehungsbedingungen faschistischen Gedankenguts in der Regel nicht stattfindet. Allzu häufig wird hierbei der Begriff „Extremismus“ verwendet. Mit diesem Begriff wird nicht nur linke Gesellschaftskritik mit faschistischer Gewalt gleichgesetzt. Mehr noch: Die bürgerliche Mitte schiebt mit dem Konstrukt „Extremismus“ Erscheinungen wie Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus an den rechten „Rand“ ab und spricht sich selbst davon frei. Dabei entstehen derartige Einstellungen gerade in der „Mitte“ der Gesellschaft – Neonazis radikalisieren diese lediglich.

Diese Gesellschaftsordnung bringt nicht nur Sexismus, soziale Ausgrenzung und ökologische Verwüstung hervor, auch nazistische Morde sind letzten Endes ihr Produkt. Konsequent gegen Nazis eintreten – das funktioniert daher nicht ohne Kapitalismuskritik.
Unser Anliegen ist es daher, Perspektiven gesellschaftskritischer, linker und antifaschistischer Organisierung hier im Kreis Herzogtum Lauenburg zu schaffen.

Gegen Nationalismus, Rassismus und soziale Ausgrenzung!

Für eine freie Gesellschaft jenseits kapitalistischer Zumutungen!

Jungsozialisten Büchen| Linksjugend Kreisverband Herzogtum Lauenburg | Antifa Herzogtum Lauenburg AHL | Grüne Jugend Mölln und Umgebung

 

9. Juni, JUZ Büchen, Beginn 15.00 Uhr

Mit: Johnny Mauser mit Live-Band, Pangea United, Skankshot, E123, Essay Earth, Fortune´s Fail, All Eyes Oppen

Mehr Infos: http://linksrockfuerneuro.blogsport.de/

 

 

"Farbe bekennen!":

Angriffe auf den Ratzeburger Heinrich Förster und andere NPD-Nazis in Schleswig-Holstein

 

Anlässlich der Wahlen zum 18. Schleswig-Holsteinischen Landtag am 6. Mai riefen im März 2012 Initiator_Innen der Kampagne "Farbe bekennen!" zu direkten Aktionen gegen NPD und "Die Freiheit" auf. Während die Partei "Die Freiheit" jedoch gar nicht erst zur Wahl antrat, versuchte die NPD in allen 35 Wahlkreisen DirektkandidatInnen aufzustellen. Allerdings bekamen nur 5 KandidatInnen die nötigen Unterschriften zusammen, so dass die DirektkandidatInnen der  NPD nur für die Wahlkreise Husum, Kiel-West, Kiel-Ost, Pinneberg-Elbmarschen und Lauenburg-Nord zugelassen wurden.

Auch der Geesthachter Kay Oelke, der zur Zeit für die NPD im Kreistag in Ratzeburg sitzt, schaffte es nicht, im Wahlkreis Lauenburg-Süd anzutreten.  Die beiden Ratzeburger Nazis Sven Witte und Peter Schlabes, die für die Wahlkreise Elmshorn bzw. Segeberg-Ost antreten wollten, versagten ebenfalls bei der Unterschriftensammlung.

In Lauenburg-Nord erreichte wieder einmal der 85-jährige Nazi Heinrich Förster eine Direktkandidatur - und wurde nach langer Zeit endlich einmal wieder angegriffen.  Sein Haus wurde mit grüner Farbe beschmiert und in der Nachbarschaft Flugblätter über ihn verteilt. Zudem drohen die Angreifer_Innen in ihrer Erklärung Förster damit, dass es bis zu seinem Tod noch weiter bei ihm "knallen" wird. Wir hoffen, dass dies keine leere Versprechung bleibt! Ausserdem würden wir uns - falls vorhanden - über Fotos von der Aktion freuen!

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Dokumentation:

[HL] Zur Situation des NPD-Kreisverband HL-OH

Die folgenden Anmerkungen zu der Situation des NPD-Kreisverbandes Lübeck-Ostholstein sollen der Information der antifaschistischen Öffentlichkeit dienen und erlauben eine Einschätzung zu Hintergründen der mangelnden Mobilisierungsfähigkeit der Neonazis anlässlich des „Trauermarsches“ 2012 in Lübeck.

 

In den vergangenen Jahren wurde von dem NPD-Kreisverband Lübeck-Ostholstein suggeriert, dass Jörn Lemke fest im Sattel des Kreisverbandes säße. Er ist Chef des NPD-Kreisverbandes Lübeck-Ostholstein und Pressesprecher des NPD-Landesverbandes Schleswig-Holstein. Es ist immer noch so, dass Lemke für den Kreisverband und auch für den Landesverband in Schleswig-Holstein als einer der wenigen Aktiven eine wichtige Position einnimmt und als Ansprechpartner und Initiator für Veranstaltungen in Lübeck und Umgebung dient. Der Rückhalt in der eigenen Szene scheint jedoch schon seit Jahren zu schwinden.

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Folgender Aufruf erreichte uns per e-Mail:

Farbe bekennen!

Den rassistischen Wahlkampf in Schleswig Holstein sabotieren!

Zur Landtagswahl im Mai 2012 in Schleswig-Holstein wollen die neofaschistische NPD und die dem Spektrum der Rechtspopulist_innen, Burschenschaftlern, Verschwörungstheoretiker_innen und der „neuen Rechten“ entspringende Partei „Die Freiheit“ auf Stimmenfang gehen. Mit widerwärtigen rassistischen Plakaten und Aufrufen wird wieder gegen Menschen gehetzt werden, die nicht in das Weltbild jener Menschenfeinde passen. Mit Wahlkampfständen, Flugblattaktionen und einem Aufmarsch am 1. Mai in Neumünster wollen die (geistigen) Brandstifter unsere Straßen mit ihren platten Erklärungsmustern und auf Vernichtung basierenden Lösungsvorschlägen zumüllen. Es wird wieder gegen „kriminelle Ausländer“, Homosexuelle, „raffgierige Banker“, Linke, Wohnungs- und Arbeitslose gehetzt werden. Die Grenze zwischen Propaganda und Tat ist hier fliessend. Wenn Nazis in der Öffentlichkeit auftreten stellt dies immer eine Bedrohung gegen Menschen dar, die sie als vermeintliche „Untermenschen“ ausmachen und angreifen.

Das können und wollen wir nicht hinnehmen, hier muss ein deutliches sowie energisches antifaschistisches Eingreifen und Handeln erfolgen! Wir wollen den Nazis und Rassist_innen keinen Raum lassen, wir werden ganz konkret ihre Handlungsspielräume einschränken und angreifen, weil wir nicht wollen, dass sie jemals wieder ungestört und unwidersprochen ihren Müll verbreiten können - wehret den Anfängen! Wir rufen dazu auf den Wahlkampf dieser Parteien aktiv zu sabotieren - und hätten da ein paar gute Ideen!

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Ratzeburg - Sprühereien als Startschuss für den NPD-Wahlkampf?

 

Im Februar 2012 empörte sich die Ratzeburger Öffentlichkeit über Todesdrohungen gegen den Bürgermeister, eine Vertreterin der Kirche und einen LINKE-Politiker. Zwei junge Männer aus RZ sollen dafür nun verantwortlich sein. Die Polizei fand in ihrer Wohnung eindeutige Sprühschablonen. Außerdem sollen die beiden von Zeugen beobachtet worden sein. Bei einem der beiden handelt es sich um den NPD-Kandidaten Sven Witte, der bei der kommenden Landtagswahl für den Wahlkreis Elmshorn antritt, selbst aber in Ratzeburg wohnt. Schon in der Vergangenheit war dieser durch Gewalttätigkeiten aufgefallen.

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