Antifa Herzogtum Lauenburg [AHL]

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Die nächsten Termine in der Übersicht:
04.05. | Kiel | Antifaschistische Demonstration gegen Nazi-Ladengeschäft | Infos
08.05. | Demmin (Meck.-Pomm.) | Naziaufmarsch stoppen! | Infos


 

 

Rechtsstaatliche Liga

Die DIY-Kampagne, auf die hier bereits öfters hingewiesen wurde, hat einige Details zum faschistischen Wahlkampf veröffentlicht. Neben der NPD treten in Schleswig-Holstein zwei Wählervereinigungen an, um bei der Wahl punkten zu können. In Kiel ist dies die Wahlalternative Kieler Bürger, im Kreis Herzogtum Lauenburg tritt die Rechtsstaatliche Liga an.

In Letzterer sind u.a. Kay Oelke, der derzeit für die NPD im Kreistag sitzt, und der Ratzeburger Nazi Norbert Hinz aktiv.

 

Rechtsstaatliche Liga – Eine Wählervereinigung rechtsaußen

Wir dokumentieren einen Artikel von linksunten.indymedia.org:

Rechtsstaatliche Liga – Eine Wählervereinigung rechtsaußen

Einige Tage ist die Flyeraktion der neuen Wählervereinigung „Rechtsstaatliche Liga“ nun her und sowohl die örtlichen Politiker_innen als auch die lokale Presse reagierten sofort. Doch wer verbirgt sich hinter dieser neuen Partei, die anstelle der NPD am 26. Mai bei der Wahl in Herzogtum Lauenburg antreten will? Als Verantwortlicher der Partei zeichnet sich der NPD Spitzenkandidat Kay Oelke aus Geesthacht ab. Oelke war für die NPD auch bei vergangenen Wahlen erfolgreich, so bekleidet er ein Mandat im Kreistag des Herzogtum Lauenburgs.

 

Darüber hinaus ist Oelke eine der aktivsten Personen in dem schwachen NPD Kreisverband Lauenburg-Stormarn. Aus der NPD will Oelke nach dem Start mit seiner neuen Partei nach eigenen Angaben aussteigen, ist aber momentan noch Mitglied, um sein Mandat im Kreistag nicht zu gefährden und vermutlich seinen Ausstieg zu organisieren.   Dass Oelke allerdings aus der rechtsradikalen Partei austritt, weil er einen Bruch mit der rechten Ideologie vollzogen hat, ist mehr als unwahrscheinlich. Vielmehr hat er Angst, mithilfe der schwächelnden NPD erneut in den Kreistag einziehen zu können und versucht sich nun in einem neuen Gewand und mit bürgerlichem Auftreten. In einem Infoflyer werben sie in alter 'Schnauze-voll-Manier' der NPD für ihre neue Partei, die eine „wählbare Alternative“ zu den „etablierten Parteien“, die sich „längst von den Interessen des eigenen Volkes entfernt“ haben. Neben harmlose Forderungen wie der Aufnahme von einzelnen Ortschaften in den Großbereichtarif des HVV gesellen sich bekannte rechte Parolen, welche die eigentliche politische Verortung Oelkes und seiner Mitstreiter_innen offenbart. So fordert die Rechtsstaatliche Liga eine „[b]essere Überprüfung und Ablehnung von Scheinasylanten in unserem Kreis“; eine Parole, die Oelke unter der NPD als 'sofortigen Ausländerstopp' formulierte. Welches Geistes Kind die Rechtsstaatliche Liga ist, lässt sich auch an ihrem unkritisch-positiven Bezug auf Heimatliebe und Patriotismus erkennen, „die für uns mehr [sind] als nur beGriffe (sic)“, sowie bei der vorrangige Verpflichtung zu „unserem eigenen Volk“. Für die neue Partei hat Kay Oelke laut „Endstation Rechts“ als Verstärkung ehemalige Mitglieder der Schill-Partei angeworben, welche über seine Partei den Weg zurück in die Politik finden wollen. Dadurch befindet sich Oelke wieder in alter ideologischer Heimat.

 

Wir als Antifaschist_innen haben die Aufgabe, über solche Tarnorganisationen aufzuklären, die rechten Ideologien der Kandidat_innen aufzudecken und das öffentliche Auftreten rechter Parteien – egal ob Rechtsstaatliche Liga, Freiheit oder NPD – zu bekämpfen.

 

Antifa-Demo in Kiel

Am 04.05. findet im Kieler Stadtteil Gaarden eine Antifa-Demonstration unter dem Motto "Keine Geschäfte mit Neonazis - 'PLS-Werkzeuge' dichtmachen! Für einen solidarischen Stadtteil ohne Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus!" statt. Wir rufen dazu auf an der Demonstration teilzunehmen und für ein Kiel-Gaarden ohne Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus zu demonstrieren!

Neonazis betreiben Ladengeschäft in Gaarden

Seit Dezember 2012 existiert am Vinetaplatz 3 im Zentrum des Kieler Stadtteils Gaarden das Ladengeschäft "PLS-Werkzeuge" - womit die rassistische Bezeichnung "Polenschlüssel" abgekürzt wird -, das neben Gravuren vor allem Bewaffnung und Einbruchswerkzeug im Angebot hat. Was dieses Sortiment nicht zwingend verrät: Zum engen Umfeld des Ladens gehören drei langjährige bekannte Protagonisten der schleswig-holsteinischen Neonaziszene. Der Hauptverantwortliche des Ladens, Alexander Hardt aus Neumünster, bewegt sich seit Jahren im Umfeld des dortigen Neonazi-Treffpunktes Club88. Lars Bergeest aus Ostholstein ist durch seine Nähe zum internationalen Rechtsrock-Netzwerk "Blood And Honour" aufgefallen und der derzeit noch inhaftierte Peter Borchert war lange Zeit führender Neonazi-Aktivist in Schleswig-Holstein, zwischenzeitlich gar der Landesvorsitzende der NPD. Hardt und Borchert sind zuletzt außerdem in Auseinandersetzungen in der Rockerszene verstrickt gewesen. Alle drei Namen prangten nach der Eröffnung am Briefkasten von "PLS-Werkzeuge".

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Naziaufmarsch in Demmin stoppen!

Nicht lang fackeln!

Am 8. Mai 2013 will die Neonaziszene Mecklenburg Vorpommerns zum siebten Mal in Demmin aufmarschieren. Wieder einmal wollen sie ihre Sichtweise der Geschichte propagieren, einen deutschen Opfermythos konstruieren und diesen ins Zentrum des Gedenkens an die Kapitulation Deutschlands vor 68 Jahren rücken. Einmal mehr wollen sie so versuchen, die Geschichte zurelativieren und ihre menschenverachtende Propaganda auf die Straße zu bringen

[...]

Wir werden den Neonaziaufmarsch in Demmin stören und nach Möglichkeit sogar blockieren. Damit leisten wir am 8. Mai unseren praktischen Beitrag gegen die geschichtsrevisionistischen Lügen der Neonazis und versuchen ihrer Szene im MV einen weiteren Schlag zu versetzen, der sie ins Taumeln bringt. Dabei werden wir nicht vergessen, dass die Neonazis nur die sind, die ihre Geschichtsvergessenheit am radikalsten formulieren. Wir werden uns lautstark gegen die Reinwaschung deutscher Geschichte und die damit verbundene Legitimation neuer deutsche Großmachtsbestrebungen wenden.

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Weitere Infos zum geschichtsrevisionistischen Aufmarsch der Nazis finden sich auch bei der Antifa Demmin und dem Bündnis Demmin Nazifrei. Des Weiteren wird es am 25.04. einen Vortrag in Lübeck geben. Dieser findet um 19 Uhr im VeB Lübeck (Walli) statt. Weitere Infos hierzu bei der Antifa Koordination Lübeck.

 


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