WM und Nationalismus

Die Fußballweltmeisterschaft in Brasilien ist für viele Menschen Anlass, die deutsche Nationalfahne zu hissen, als Autofähnchen spazieren zu fahren oder den eigenen Körper qua Schminke unter das Diktat der Farben schwarz-rot-gold zu setzen. Mehrere wissenschaftliche Publikationen haben nationalistische und patriotische Einstellungen von Deutschen vor und nach Weltmeisterschaften untersucht und heraus gefunden, dass durch ein Event wie die Weltmeisterschaft oder Europameisterschaft die Identifikation mit dem “eigenen” Land steigt und nationalistische Einstellungen salonfähiger werden.

Die deutsche Bevölkerung ist froh, kann sie doch zu einer Weltmeisterschaft anscheinend unbeschwert die staubige Fahne aus dem Keller hervorkramen und endlich wieder stolz auf ihr Land sein. Oftmals wird dabei argumentiert, dass das eigene Bekenntnis zur Nation lediglich ein gesunder Patriotismus darstelle, ja, dass man doch endlich mal stolz auf sein Land sein dürfe und man auch andere Länder und Nationen toleriert und nur gemeinam feiern will.

Wie das dann in der Kleinstadt Mölln im Kreis Herzogtum Lauenburg aussieht, verdeutlicht dieses Video, aufgenommen nach dem Spiel zwischen der deutschen und portugisieschen Nationalmannschaft. Unter anderen sind mehrere “Sieg-Heil”-Rufe zu vernehmen.