Den Wahlkampfauftakt der AfD stören

Es ist Wahlkampf in Schleswig-Holstein. Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass die NPD nicht zur Landtagswahl 2017 antreten wird. Auch wenn die NPD damit endgültig ihre politisch-parlamentarische Bedeutung zu verlieren scheint, ist dies kein Grund für uns zum Feiern. Denn mit der AfD steht eine Partei zur Wahl, die der NPD kaum nachsteht und wohl zu den größten Bedrohungen unserer Freiheit zählt. Wer es sich zur Aufgabe macht, gegen rechtsradikale Parteien, Organisationen und Verbindungen auf die Straße zu gehen, kommt nicht an der AfD vorbei. Ihre Forderungen und Äußerungen entlarven sie schon seit einiger Zeit als völkische, rassistische und faschistische Partei. Unabhängig vom Wahlkampf, aber besonders in diesem, wollen wir uns deswegen der AfD dort entgegenstellen, wo sie versucht, Öffentlichkeit zu gewinnen. Einen Anfang bildet der Wahlkampfauftakt der AfD mit Frauke Petry am 02.03. in Lübeck. Nachfolgend der Aufruf.

Solidarisch gegen den Hass – Kein AfD-Wahlkampfauftakt mit Frauke Petry in Lübeck – keine Räume für die AfD in Lübeck

Der Landesverband Schleswig-Holstein der „Alternative für Deutschland“ lädt am 02.03.2017 zu einer Veranstaltung mit der Parteivorsitzenden Frauke Petry in die Media Docks ein, um ihren Wahlkampfauftakt zu beginnen.

Entgegen der Annahme, sie seien „bürgernah“, wollen sie Sozialleistungen kürzen, Alleinerziehende benachteiligen und Steuern zugunsten der reichen, weißen Bevölkerung einführen. Die AfD versucht, mit ihrer Hetze zu spalten und durch Provokationen die politische Agenda zu bestimmen. Sie ist rassistisch, frauenfeindlich, LSBTI*-feindlich und autoritär. Sie steht für völkischen Nationalismus, neoliberale Wirtschafts- und Sozialpolitik, sie will einen reaktionären Wandel in der Kultur- und Bildungspolitik, leugnet den Klimawandel und will Atomkraft begünstigen.

Die AfD – keine Partei wie jede andere!

Björn Höcke ist nicht der einzige in den Reihen der AfD, der mehr als „nur“ rechtspopulistische Propaganda will, sondern bereit ist, eine neue faschistische Bewegung aufzubauen. Die Hetze der Partei ist verantwortlich für brennende Flüchtlingsunterkünfte. Im vergangenen Jahr forderte Frauke Petry eine schärfere Kontrolle der Außengrenzen, die notfalls mit dem Gebrauch von Schusswaffen durchgesetzt werden sollte.

Deswegen ist es wichtig, dagegen klar, öffentlich und massenhaft Position zu beziehen. Die AfD zu bekämpfen heißt: ÜBER sie zu reden – nicht MIT ihr. Und es heißt, ihr konsequent den Raum für ihre menschenverachtende Propaganda zu nehmen. Jeder Einzug in ein Parlament, jeder öffentliche Auftritt dient ihrer weiteren Etablierung und Legitimierung.

Unter keinen Umständen können wir akzeptieren, dass die AfD ihre rechtspopulistische, nationalistische, faschistische Propaganda in Lübeck, noch sonst wo verbreitet. Wir sind uns bewusst, dass städtische Gebäude Parteien Räumlichkeiten zu Verfügung stellen müssen – trotzdem wollen wir klar stellen, wir Menschen aus Lübeck wollen keine Frauke Petry, keine AfD, keinen Rassismus, Nationalismus und Hass in dieser Stadt.

Lasst und gemeinsam, laut, kreativ und solidarisch Frauke Petry, der AfD und Co. zeigen, dass sie in Lübeck und sonst wo nicht willkommen sind.

Für ein solidarisches Miteinander, für ein gutes Leben für Alle, für einen gemeinsamen Richtungswechsel!
Das Jahr 2017 braucht dein Engagement, dein
Mitgefühl, deine Kreativität, dein Durchhaltevermögen,
deine Heiterkeit, deine Intelligenz,
dein Lachen, deinen Mut, deine Disziplin, deine
Entschlossenheit. es braucht deine Fähigkeit
genau hinzuschauen und überlegt zu handeln.
es braucht ein gemeinsames Wir!

2.3.2017 / 18Uhr / Media Docks

https://www.facebook.com/events/776495642507967/