Kay Oelke als Trump-Fan

Kay Oelke gründet „Trump Fan Club“

oelkeLängere Zeit war es still um Kay Oelke, gestern nun ein Lebenszeichen. Im Bemühen des Spiegels, deutsche Trumpversteher von rechts bis links zu finden, wurde nun zumindest Spiegel Online ganz rechts fündig. Auf Facebook kursiert eine Seite mit dem Titel „Donald J. Trump Fanclub Deutschland“ und wie sollte es anders sein, hat Kay Oelke auch dort seine Finger mit im Spiel. Neben der Seite wurde unter gleichem Namen auch ein Verein gegründet, was bedeutet, dass es mindestens sechs weitere Personen mit Kay Oelke in einem Verein aushalten. Das ist wirklich verrückt, wenn man bedenkt, dass Oelke pünktlich zur nächsten Wahl seine Parteien und Vereine, manchmal sogar seine Ansichten wechselt. Von der CDU über den Posten des Landesvorsitzenden der Schillpartei und der ersten Gründung einer eigenen Liste, kam er 2005 zur NPD, für die er ein Mandat im Kreistag erringen konnte. 2013 verließ er die NPD laut Aussagen im Video, weil die Partei ihm zu radikal sei. In Wahrheit stand Oelkes politische und wirtschaftliche Existenz auf dem Spiel. Durch antifaschistische Interventionen verlor seine Musikgruppe „de Putenbieter“ mehrere Auftritte. Zudem wurde er wiederholt in seinem Umfeld geoutet und politscher Druck aufgebaut. Um auch in der nächsten Legislaturperiode sein Kreistagsmandat zu behalten, distanzierte er sich von der NPD und gründete ähnlich wie andere ehemalige Mitglieder der NPD eine nicht minder rechte Tarnliste namens „Rechtsstaatliche Liga“ – mit Erfolg für sein Mandat, die Partei gibt es mittlerweile nicht mehr. Auf seiner Suche nach einer neuen politischen Heimat versucht es Oelke nun mit der Partei „Deutsche Konservative/Zukunft für Deutschland“.

Was bleibt? Die Sehnsucht Oelkes nach einem starken Führer, der sich für die deutschen Interessen einsetzt, zieht sich durch seine politische Laufbahn. Angefangen bei Ronald Schill über seine Tätigkeiten bei der NPD bis hin zu Donald Trump. In der NPD war er selbst am Aufbau „einer ganz anderen Politik“ beteiligt, so war er etwa Mitgründer des „Kommunalen Bündnisses Dreiländereck Elbe“, welches kreis- und bundeslandübergreifend die nationalen Interessen bündeln und die „Regionalpolitiker der Altparteien […] bis hin zu den Krawallchaoten der Partei die Linken“ erschüttern sollte. Zum Glück fehlten und fehlen Kay Oelke sowohl Selbstbewusstsein als auch das nötige Charisma, um selbst groß auftrump(f)en zu können.